Factoring-Rechner für Handwerk und Bau zur Berechnung von Kosten, Liquidität und Eignung

Factoring-Rechner für Handwerk und Bau: Kosten, Liquidität und Eignung berechnen

Dieser Factoring-Rechner zeigt Handwerks- und Bauunternehmen in wenigen Minuten, wie viel Liquidität Factoring tatsächlich bringt und was es kostet. Die Berechnung basiert auf marktüblichen Konditionen für echtes Factoring mit Ausfallschutz, berücksichtigt VOB-Besonderheiten und stellt die Factoringkosten ehrlich der reinen Kontokorrentfinanzierung gegenüber. Wenn Sie zusätzlich prüfen wollen, ob Ihr Betrieb fachlich für Factoring geeignet ist, finden Sie unter dem Rechner den Link zum detaillierten Factoring-Eignungs-Check mit 26 strukturierten Fragen. Die Methodik ist vollständig offengelegt.

Was dieser Rechner berechnet
  • Liquiditätsgewinn: Sofortauszahlung, Sicherheitseinbehalt und das jährlich gebundene Einbehaltsvolumen aus Ihrem Factoring-Volumen.
  • Factoringkosten: Basisgebühr und Zinsanteil als marktübliche Konditionsspanne, abhängig von Volumen, Auftraggeberstruktur, Rechnungshöhe und Zahlungsdauer.
  • Vorteilsrechnung: Skonto-Vorteil durch schnelleren Materialeinkauf und eingesparter Mahn- und Verwaltungsaufwand.
  • Netto-Effekt: ehrliche Gegenüberstellung der Factoringkosten mit einer reinen Kontokorrentfinanzierung.

Factoring-Rechner

Ihre Berechnung
1 · Unternehmen & Forderungen
Factoring-Volumen p. a.
Branche / Gewerk (optional)
Anzahl Auftraggeber
Durchschnittliche Rechnungshöhe
💧 Block 1 · Liquidität
Factoring-Volumen
500.000 €
Sofortauszahlung je 100.000 € Rechnung
90.000 €
Sicherheitseinbehalt je 100.000 € Rechnung
10.000 €
Jährliches Einbehaltsvolumen Wird revolvierend ausgekehrt, nicht dauerhaft blockiert
50.000 €
2 · Zahlungsdauer & Auszahlung
Durchschnittliche Zahlungsdauer
Sofortauszahlung (Ankaufquote)
Kontokorrent-Zinssatz (Vergleich) 10 %
📊 Block 2 · Gebühren-Spanne
Vorfinanzierte Liquidität (Ø) Laufender Liquiditätsgewinn im Forderungsbestand
56.250 €
Basisgebühr (Ø)
2,45 %
Zinsanteil p. a.
2.531 €
Gesamtkosten p. a. (Ø)
14.781 €
Effektivkosten vom Volumen (Ø)
2,96 %
3 · Vorteilsfaktoren
Materialanteil am Umsatz 35 %
Skontierbarer Anteil des Materials 60 %
Skontosatz Lieferanten 2 %
Mahn-/Verwaltungsersparnis p. a.
Block 3 · Vorteilsrechnung
Skonto-Vorteil p. a.
2.100 €
Mahn-/Verwaltungsersparnis
3.000 €
Kontokorrent-Kosten Was Sie alternativ über Kontokorrent zahlen würden
5.063 €
Mehrkosten ggü. Kontokorrent (Ø) Inkl. Ausfallschutz und Forderungsmgmt.
8.490 €
Direkter Netto-Effekt p. a. (Ø)
−9.681 €

Alle Werte sind unverbindliche Beispielrechnungen auf Basis Ihrer Angaben. Es handelt sich nicht um ein Angebot und keine Finanzierungszusage. Mit (Ø) gekennzeichnete Kostenwerte sind Mittelwerte aus der marktüblichen Konditionsspanne; im individuellen Anbieter-Angebot kann das tatsächliche Ergebnis nach oben oder unten abweichen. vob-factoring.de ist unabhängiger Vermittler für VOB-Factoring; das tatsächliche Angebot erstellt der jeweils passende Factoring-Anbieter nach individueller Prüfung. Berechnungsannahme: echtes Factoring mit Ausfallschutz (der Factor übernimmt das Delkredere). Beim unechten Factoring können die Gebühren niedriger ausfallen, der Ausfallschutz entfällt jedoch. Alle Werte netto; die umsatzsteuerliche Behandlung von Factoringleistungen ist je nach Vertragsmodell unterschiedlich und sollte mit Ihrem Steuerberater geprüft werden. Tatsächliche Konditionen hängen von der individuellen Anbieterprüfung ab.

So funktioniert die Berechnung

Der Factoring-Rechner zeigt eine unverbindliche Ersteinschätzung für Handwerks- und Bauunternehmen. Grundlage ist das von Ihnen angegebene Factoring-Volumen, also der Teil Ihrer gewerblichen Rechnungen, den Sie grundsätzlich über Factoring laufen lassen möchten. Privatkundenumsätze, nicht factoringfähige Forderungen oder Rechnungen, die Sie nicht einreichen wollen, sollten Sie hier nicht berücksichtigen.

Die Factoringkosten bestehen im Rechner aus zwei Bestandteilen: einer Basisgebühr und einem Zinsanteil. Die Basisgebühr wird als rechnerischer Mittelwert aus typischen Konditionsspannen ermittelt. Dabei berücksichtigt der Rechner unter anderem Factoring-Volumen, Auftraggeberstruktur, durchschnittliche Rechnungshöhe und Zahlungsdauer. Der Zinsanteil wird nur auf den vorfinanzierten Anteil berechnet, also auf das Factoring-Volumen multipliziert mit der Sofortauszahlung und der durchschnittlichen Zahlungsdauer.

Zusätzlich berechnet der Rechner mögliche Vorteile durch Skonto, eingespartes Mahn- und Verwaltungsaufkommen sowie den Vergleich zu einer Kontokorrentfinanzierung. Der direkte Netto-Effekt kann deshalb auch negativ ausfallen. Das bedeutet nicht automatisch, dass Factoring ungeeignet ist: Gerade im Bau- und Handwerksbereich können Liquidität, Ausfallschutz, planbare Zahlungseingänge und ausgelagertes Forderungsmanagement wichtiger sein als ein rein rechnerischer Kostenvorteil.

Alle Werte sind netto und unverbindlich. Tatsächliche Angebote hängen von der Prüfung durch einen Factoring-Anbieter ab, insbesondere von Bonität, Debitorenlimits, Rechnungsstruktur, offenen Einwendungen und der Prüfbarkeit von VOB-Forderungen. Bei Bauleistungen mit Sicherheitseinbehalten gelten zusätzliche Anforderungen, die der Factoring-Anbieter im Einzelfall prüft. Wenn Sie zusätzlich beurteilen möchten, ob Ihr Betrieb fachlich und organisatorisch für VOB-Factoring geeignet ist, nutzen Sie den ausführlichen Factoring-Eignungs-Check.

Häufige Fragen zum Factoring-Rechner

Wie genau ist der Factoring-Rechner?

Der Rechner liefert eine realistische Ersteinschätzung, aber kein verbindliches Angebot. Er arbeitet mit typischen Annahmen für echtes Factoring mit Ausfallschutz und gibt aus Gründen der Übersichtlichkeit Mittelwerte aus. Die tatsächlichen Konditionen können abweichen, wenn zum Beispiel sehr wenige Auftraggeber, viele Kleinstrechnungen, lange Zahlungsdauern oder VOB-spezifische Prüfthemen vorliegen.

Warum kann der Netto-Effekt negativ sein?

Der Netto-Effekt vergleicht Skonto-Vorteile und geschätzte Verwaltungsersparnis mit den berechneten Factoringkosten. Wenn die Kosten höher sind als diese direkten Vorteile, fällt der Netto-Effekt negativ aus. Factoring kann sich trotzdem lohnen, wenn dadurch Liquidität früher verfügbar ist, Zahlungsausfälle abgesichert werden, Aufträge besser vorfinanziert werden können oder internes Mahnwesen entfällt.

Was kostet Factoring im Handwerk typischerweise?

Die Kosten hängen stark von Umsatz, Rechnungsgröße, Auftraggeberstruktur, Zahlungsdauer, Bonität und Forderungsqualität ab. In der Praxis bestehen sie meist aus einer Factoringgebühr auf das eingereichte Rechnungsvolumen und einem Zinsanteil für die Vorfinanzierungsdauer. Der Rechner fasst diese Faktoren zu einem durchschnittlichen Kostenwert zusammen, damit Sie schnell eine belastbare Orientierung erhalten.

Welche VOB-Forderungen sind nicht factoringfähig?

Nicht jede VOB-Forderung eignet sich automatisch für Factoring. Problematisch können zum Beispiel streitige Forderungen, ungeklärte Nachträge, fehlende Prüfbarkeit, offene Einwendungen, nicht abgenommene Leistungen oder besondere Sicherheitseinbehalte sein. Ob eine konkrete Rechnung ankauffähig ist, entscheidet der Factoring-Anbieter nach Prüfung der Unterlagen und der Auftraggeberbonität.

Wann sollte ich zusätzlich den Factoring-Eignungs-Check nutzen?

Der Rechner eignet sich, wenn Sie schnell Kosten, Liquidität und einen ersten wirtschaftlichen Effekt abschätzen möchten. Der Factoring-Eignungs-Check ist sinnvoll, wenn Sie genauer prüfen wollen, ob Ihr Betrieb fachlich und organisatorisch für VOB-Factoring geeignet ist. Dort werden unter anderem Vertragsgrundlagen, Forderungsstruktur, Sicherheitseinbehalte, Klumpenrisiken und mögliche Ausschlusskriterien abgefragt.

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Benjamin Bohrmann, Redakteur von vob-factoring.de
Benjamin Bohrmann
Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026
Redakteur vob-factoring.de Mehr zum Autor